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Im Charivari Frühstücksradio: Problem Rettungsgasse im Stau – Retter beklagen die Ignoranz vieler Autofahrer

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Auf unseren Straßen spielen sich immer wieder üble Szenen ab. Zu viele Autofahrer achten bei Stau nicht darauf, eine Rettungsgasse für Rettungskräften zu bilden.
So passiert zuletzt auf der A6 bei Amberg. Dort gab es einen tödlichen Verkehrsunfall, die Autobahn musste gesperrt werden und die Rettungskräfte hatten kaum eine Chance, durch den Stau zu den Unfallopfern durchzukommen. Laut Polizei habe es massive Behinderungen durch uneinsichtige Autofahrer gegeben.

Unsere Rettungskräfte sind angesichts solcher Situationen größtenteils hilflos.
Der Pressesprecher der Johanniter Ostbayern Andreas Denk war zufällig selbst als ehrenamtlicher Feuerwehrler vor Ort an der Unfallstelle auf der A6 bei Amberg und hat die Situation live miterlebt:
„Sie müssen sich vorstellen, Sie sind in der Lage, jemandem zu helfen. Sie fahren zum Einsatzort und sie sehen, dass Menschen das wirklich blockieren. Aus Ignoranz - und es ist ein ignoranter Moment, denn man kann sich jederzeit darauf vorbereiten. Sobald man sieht, der Verkehr sieht nach Stau aus, kann man eine Rettungsgasse bilden. Wirklich jeder bekommt das hin, da gehört nicht viel dazu. Denn wenn man sieht, dass es wirklich nur aufgrund des Egoismus Einzelner nicht klappt, das tut weh und kann einen wütend machen.“

Solche Situationen sind leider Alltag für Rettungskräfte in unserer Region, sagt Denk:
„Sowohl meine befreundeten Feuerwehrkameraden, als auch ich als Johanniter und die Einsatzkräfte, die bei uns Rettungsdienst fahren, erleben das leider - inzwischen täglich, dass es Situationen gibt, wo sich Autofahrer egoistisch und einfach falsch verhalten. Am Ende des Tages hat das zur Folge, dass Rettungskräfte nicht so schnell handeln können, wie es eigentlich sein sollte.“

Der Pressesprecher der Johanniter Ostbayern Andreas Denk erklärt im Charivari Interview, wie wir schnell eine Rettungsgasse bilden können:
„Die linke Spur zieht nach Links, die rechte Spur zieht nach Rechts und schon kann ich in der Mitte durchfahren. Wenn es zwei rechte Spuren gibt, ziehen beide rechten Spuren nach Rechts. Im Grunde muss man nur den guten Beispielen folgen: Meistens fängt einer richtig an. Das Problem ist aber, dass zu Wenige mitmachen.“

Die Amberger Verkehspolizei ermittelt jetzt gegen die rücksichtslosen Autofahrer, die vergangenen Samstagnachmittag auf der A6 Rettungskräfte im Einsatz behindert haben und bittet dringend um Zeugenhinweise.

Meldung vom 12.04.2017 11:03 Uhr

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